DiasporART

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Der Kulturpodcast über das Leben und die Arbeit von Artists of Color in Deutschland. Von Marianna Deinyan.

#7: Mahret Ifeoma Kupka

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Für diese Folge bin ich ins Frankfurter Museum für Angewandte Kunst gefahren, um dort Mahret Ifeoma Kupka zu treffen. Mahret arbeitet dort als Kuratorin für Mode, Körper und Performatives.

In unserem Gespräch ging es um die Relevanz von Perspektiven und Identität in der Museumswelt, um ihr Engagement für die Dekolonisierung des Kunst- und Kulturbetriebs, darum, wie sie überhaupt ihr Interesse an Kunst entwickelt hat - und: um Modeblogs. Mahret schreibt und postet bis heute noch unter dem Namen "modekoerper" - ein kleines Relikt aus der Zeit, in der sie selbst noch als Modebloggerin in Frankfurt geschrieben hat.

#6: Joanna Legid

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Joanna Legid ist Fotografin aus Berlin, die vor allem analog fotografiert und sich auf die Darstellung von Emotionen, zwischenmenschlichen Beziehungen und Sanftheit fokussiert. Abgesehen von ihrer Fotografie, betreibt sie gemeinsam mit Anna Baur auch die Plattform "HeartxWork", auf der ganz ähnliche Geschichten wie in diesem Podcast erzählt werden.

Mit Joanna habe ich über Konzepte wie den Black Female Gaze in der Fotografie gesprochen und auch darüber, wieso es gerade während der BLM-Proteste im Sommer so wichtig war, dass Schwarze Fotograf*innen die Bewegung festhalten. Außerdem sprechen wir über Stilfindung und darüber, wie es ist eine Plattform wie "HeartxWork" hochzuziehen.

#5: Faraz Shariat

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Faraz Shariat hat gemeinsam mit Raquel Molt und Paulina Lorenz das Filmkollektiv "Jünglinge" gegründet. Und das hat gerade seinen ersten Spielfilm rausgebracht - Futur 3 - ein Coming-of-Age-Film aus postmigrantischer Perspektive.

Ein großartiger Film, der am 24.09. endlich in die Kinos gekommen ist, nachdem der Filmstart wegen der Corona-Pandemie erstmal verschoben werden musste.

Im Gespräch mit Faraz ging es tatsächlich auch viel um den Film, weil die Art und Weise wie in Futur 3 mit Themen wie Diaspora, Sexualität und Migration umgegangen wird, sehr ungewöhnlich ist für den deutschen Film.

Außerdem habe ich mit Faraz über sein Aufwachsen in Köln gesprochen und darüber, wie es dazu gekommen ist, dass seine Eltern - die eigentlich Supermarktbesitzer sind - in ziemlich vielen Produktionen von ihm mitgewirkt haben.

#4: Lana Lux

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Lana Lux ist Roman-Autorin, lebt in Berlin und schreibt derzeit an ihrem dritten Buch.
Ihre ersten beiden Bücher heißen "Kukolka" und "Jägerin und Sammlerin" und sind definitiv keine Feelgood-Reads. Sie behandeln Themen wie Menschenhandel, Essstörung, toxische Mutter-Tochter-Beziehungen, Zwangsprostitution. Ich wollte deshalb von Lana wissen, wieso es ihr so wichtig ist, gerade diese Art von Themen zu beleuchten.

Wir haben auch darüber gesprochen, wie es ist als Frau in postsowjetischen Gesellschaften oder Communities aufzuwachsen - eine Gemeinsamkeit, die sowohl Lana, als auch ich mit ihren Protagonistinnen teilen.

Außerdem lernen wir viel über Lanas Kindheit in Gelsenkirchen, nachdem sie mit ihrer Familie aus der Ukraine nach Deutschland gezogen ist und über ihren Weg von der Ernährungswissenschaftlerin zur Romanautorin.

#3: Can Demirezen

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Can Demirezen ist Streetwear-Designer und Gründer des Modelabels "Midnight" aus Mönchengladbach. Mit seiner Arbeit will er nicht nur Klamotten verkaufen, sondern in erster Linie eine Community bilden. Sein Ziel ist es, junge Menschen ans kreative Arbeiten heranzubringen. Das macht er unter anderem im Midnight "Experience Space", wo Besucher*innen nicht nur seine Mode kaufen, sondern auch eigene Teile gestalten können. Für Can ist es wichtig, dass Kunst für jede*n zugänglich ist. Gerade deshalb will er vorerst in seiner Heimatstadt bleiben und die Szene vor Ort fördern.

#2: Anahita Sadighi

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Anahita Sadighi ist Galeristin aus Berlin. Eine Zeit lang nannte man sie auch "Berlins jüngste Galeristin", weil sie mit 26 Jahren ihre erste Galerie mit antiker Kunst aus Asien eröffnet hat. Mittlerweile hat Anahita eine zweite Galerie für zeitgenössische Kunst und eine dritte Galerie mit dem Kollektiv "Studio 4" eröffnet. In unserem Gespräch hat mir Anahita unter anderem erzählt, welche Erfahrungen sie als Woman of Colour im Galerie-Business macht, welche Bedeutung ihr iranischer Familien-Background für ihre Arbeit spielt. Und wir haben auch darüber gesprochen, wie sie als Tochter eines erfolgreichen Galeristen und Künstlers - einerseits sehr viel Unterstützung bekommen hat - aber es andererseits auch doppelt schwer hatte, sich zu emanzipieren.

#1: Thelma Buabeng

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Thelma Buabeng ist Schauspielerin aus Berlin. Geboren ist sie in Ghana, aufgewachsen in der Nähe von Bonn. Thelma setzt sich seit Jahren dafür ein, dass die deutsche Filmbranche mehr Vielfalt abbildet - und, dass Schwarze Schauspieler*innen nicht mehr nur in Klischeerollen besetzt werden. Bis sie dahin gekommen ist, wo sie heute als Theater- und Filmschauspielerin steht, war es ein langer Weg. Über diesen haben wir miteinander gesprochen.

Über diesen Podcast

Wie vielfältig ist eigentlich die Kulturlandschaft in Deutschland? Und mit welchen Hindernissen müssen Artists of Color in Deutschland zurecht kommen? In welchen Bereichen können sie aus ihrem persönlichem Hintergrund profitieren?

In DiasporART treffe ich Künstler*innen und Kreative, die für Vielfalt im deutschen Kulturbetrieb sorgen, und spreche mit ihnen über ihren Werdegang und ihre Arbeit.

von und mit Marianna Deinyan

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